Donnerstag, 12. Oktober 2017

Auf Flügeln ...

                Gleich einem Herbstblatt treibt der Wind
                das Nichts vor sich her,
                nimmt es auf seine Flügel
                und eilt mit ihm von Ort zu Ort.

                Er reitet durch Zaunlatten,
                wirbelt über Kieswege,
                landet mit ihm an auf den Wellen des Sees.

                Immer präsent besorgt
                um das, was er mit sich trägt,
                wandelt sich dieses -
                wird in Nichts geschreddert.

                Bis aus Ungeborenheit
                ein neues „Nichts“ ersteht.

                © baH, 12.10.2017
           

Fragment 7/2017

Das „Nichts“ die Bewegung Ungeborenheit im Leben zu manifestieren.

Das „Nichts“ - ein Füllhorn ungeahnter Möglichkeiten schöpferisch aktiv zu werden.

Das „Nichts,“ den Schleier der Abstraktheit dieses Wortes durchdringend, - in seine Tiefen bewegt in Bewegung, tief atmend hinein tauchend - die Grundbewegung des Lebens schlechthin.

Fragment 6/2017

Das vielleicht grösste Geheimnis, die entscheidende Schwellenhürde, die es heute zu enthüllen, bzw. selbsterkennend zu bewältigen und zu überwinden gilt ist die tiefere Bedeutung der Resonanz. Ihr Verstehen im tagtäglichen Dialog unter den Menschen kann das Tor zu einer erneuerten Mysterien Weisheit im denkenden Erfahren öffnen. Denn nur sie vermag die eigenen Illusionen, die sich vor diesem Tor auftürmen, bis der Wille in Selbstlosigkeit gereift ist, zu enthüllen und aufzulösen. Resonanz als Träger des aus ihr sich selbst gebärenden Ich zu verstehen, das ist die tiefere Bedeutung der seelischen Beobachtung nach naturwissenschaftlicher Methode, wie sie der Entwicklung eines Freien Geisteslebens von Rudolf Steiner zu Grunde gelegt wurde.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Fragment 5/2017

Alles was du denkst oder tust löst weltweite Wirkungen aus.
Jede tatkräftig noch so kleine vorwärts gewandte Veränderung deiner Haltung in Bezug auf diese oder jene Begebenheit in deinem unmittelbaren Umfeld lässt Lichtwirkungen anwachsen und zielstrebig Keime des Werdens allerorten stärken - weit über dein Erfahren hinaus.
Wisse, du bist schöpferischer Mitgestalter, mehr als es dir erscheinen mag.
Lebe deine Verantwortung.

Gänseblümchen

                Vorurteilsfrei weisen deine zarten
                weissen Federfinger hinaus
                in unendliche Möglichkeitsräume -
                des Gewahren, wie
                sich anschliessender innerer Verwandlungen.

                In deinem Sonnenkorb
                sammelst du das Strömen
                stetiger Bewegungen
                von Hier nach Dort in dir;
                ein Licht selbst in grösster Dunkelheit.

                Du unscheinbarer
                wirkkräftiger Bote
                über alle Schwellen ins IST.

                © baH, 04.10.2017

                eine Antwort auf Gänseblümchen oder Kamelie? von Barbara Hauser                                    
                https://gefaehrtenblog.wordpress.com/2017/10/03/gaensebluemchen-oder-kamelie 
                /comment-page-1/#comment-25

Montag, 18. September 2017

Plastikmüll

                Auf meinem Spaziergang am See entlang -
                der sommerliche Starkregen kaum beruhigt,
                sitze ich zum Verweilen auf einer Bank,
                den Blick geweitet auf den See.

                Schaumgekrönte Wellen schlagen an die Ufermauer,
                begleitet vom Heulen des kaum besänftigten Windes
                der in seiner vollen Kraft unweit  Bäume geknickt,
                als ob er mit Streichhölzern spielte.

                Nichts ist mehr wie es gestern noch war -
                Zwei mächtige Pappeln, auf-geriffelt,
                als hätten tausend Sägeblätter sie bearbeitet;
                eine alte Weide, nur noch ein Trauerspiel ihrer selbst.

                Das Leben geht seine Wege unerbittlich schön,
                räumt auf, um neue Wege des Wachsens zu befreien -
                und so greife ich die Sturmgebärde auf,
                wende meinen Blick nach innen,
                entsorge so diese und jene Befangenheit -
                die Neulande im Auge, die es jetzt zu begehen gilt.

                Vergänglicher Plastikmüll unzeitgemässen Selbstschutzes
                tanzt auf inneren Wellen, bewegt in Bewegung,
                während mein Auge, umflort von einem Lächeln ihm folgt,
                denn aufgelöst, kann er äussere Strände nicht verschmutzen.

                © baH,18.09.2017

               
 

Freitag, 15. September 2017

Fragment 4/2017

Leben ist die Kunst im Augenblick präsent zu sein. Im Augen-Blick.
Doch in heutiger Zeit ist dieses in die Stille nur eines einzigen Augenblicks einzugehen
beinahe das Schwerste. Das Schwerste.
 

Und dennoch … ganz leicht, denn die Stille ist immer und überall - in Dir und um dich herum - da.  

Selbst im grössten Verkehrsgetümmel wartet sie auf dich. Wartet.
Die Flügeltüren in ihre Räume sind offen, Du musst nicht anklopfen
. Nicht anklopfen.
Gehe, lausche und erfahre.

Mittwoch, 13. September 2017

Nur ein Augen-Blick

                Wir schauen uns in die Augen
                und Freude tanzt zwischen uns -
                ein jedes Mal,
                wenn ich die Bäckerei betrete.

                Ihr Augenaufschlag verrät unscheinbar
                eine stille Erwartung,
                was heute wohl zwischen uns entstehen mag
                und der Raum weitet sich wie von alleine.

                Wir reden über nichts Besonderes,
                doch wie wir es tun,
                das hebt unser beider Stimmung,
                zaubert einen Lichtstreif an den Horizont -

                lässt uns beschwingt auseinander gehen.

                © baH, 13.09.2017

                inspiriert durch das nachfolgende Gedicht
                von Barbara Hauser
              
                                  
                              Präsent

                vor der Kunst des Lebens
              
                schweigt ungeboren
                jedes Wort
              
                wie sanfter

                Sommerregen
              
                umhüllt uns
              
                un-sichtbarer Segen
              
                umhüllen Engelsschauer uns

                © bmh, 13.09.2017
                https://gefaehrtenblog.wordpress.com/2017/09/13/praesent/comment-page-1/#comment-23




       

                

Freitag, 25. August 2017

Glockengeläut

Unter den Flügeln der Nike von Samothrake
                                                        
        
                                  Kopflos …

              
           Durch das Spiel deiner Gewandung
           zeigst du dich in fliessender Bewegung
           raschen Schrittes vorwärts gewandt,
           wie gleicherweise getragen von einem inneren,
           in Stille ankerndem Gleichgewicht.

           Kopflos nur dem äusseren Anschein nach,
           trägt dich dein Wille                                            
           in beständig umfliessender Allbewegtheit
           zielstrebig voran -
           bewegt in Bewegung.

           So bezeugst du das Leben
           als einen nicht endenden Akt
           des Erweckt-Werdens.

           © baH, 25.08.2017


                                                                      



                                                                            Nike


                                                      Sinnend vor Dir stehend
                                                      umweht dich in Stein gemeisselt
                                                      ein Geheimnis,
                                                      verborgen über Jahrhunderte.

                                                      Verborgen,
                                                      weil der Kraft-Anschluss zur Quelle -
                                                      verloren,
                                                      der von innen dich durchglüht.

                                                      So kündest du von der Ungeborenheit,
                                                      die in erneuertem Tatwillen
                                                      über deine Armstümpfe hinaus
                                                      sich befreien will
                                                      in göttergleicher Ich-Kraft.

                                                      © baH, 24.08.2017

                                 
                                                                Gesang der Flügel


                                                      Du kannst nicht zerbrechen -
                                                      ein Flügelschlagen, hörst Du es
                                                      tief innen in Dir?

                                                      Du kannst nicht zerbrechen,
                                                      auch wenn das Leben Dir
                                                      die Hände scheinbar gebrochen.

                                                      Du kannst nicht zerbrechen,
                                                      denn das Rauschen der   Flügel
                                                      ist immer gegenwärtig, in der Stille.

                                                      In der Stille Deiner Lebensnacht
                                                      wacht sie über Dich
                                                      die „Nike von Samothrake“
                                                      auch heute noch,
                                                      lässt neue Hände Dir wachsen.

                                                      © baH, 23.08.2017

                                                      dazu im Gespräch eine lyrische Antwort
                                                      von Barbara Hauser
           

                                                      Unter den Flügeln der Nike von Samothrake

                                                      Erinnerungen        
             
                                                      Aus einer versunkenen Welt
                                                      landen Anmut und Kraft
                                                      Geborgenheit schwingt
                                                      wie zartes Glockengeläut –
                                                      einen Flügelschlag lang –
                                                      erinnert an Verlorenes
                                                      noch schlummernd Ungebor(g)enes
                                                      bis wir wiederfinden
                                                      und wieder verbinden
                                                      Kopf, Herz und Hand

                                                                      ***

                                                      Die Idee

                                                      fast unbemerkt schwebt
                                                      wie mit Engelsflügeln
                                                      eine Idee durch den Raum
                                                      Bewegt in Bewegung
                                                      vorwärts gewandt
                                                      wird lebendig
                                                      wenn Kopf Herz und Hand
                                                      sich findend
                                                      verbinden

                                                                      ***

                                                      Gespräch mit Nike

                                                      Hättest du Arme, die Welt zu umfangen,
                                                      ein weiches Herz und Augen,
                                                      die sehend in ihr verweilen …
                                                      Deine Hände würden von selber wachsen,
                                                      um Freude und Mitgefühl mitzuteilen.

                                                      © bmh, 29.08.2017

                                                      https://schwerelos2013.wordpress.com/

Sonntag, 20. August 2017

Fragment 3/2017

Immer neue Anschläge. … Die Angst wird vielstimmig im sonoren Unisono durch verantwortungsvoll sich gebärdende  Politiker Mienen vorgetragen und über die Medien in vielfach leise unter die Haut gehenden Staccato Wiederholungen verbreitet. Eine gross angelegte Öffentlichkeitsimpfung ist im Gange. Nebenwirkungen sind weiter keine zu erwarten. „Wir“ haben die Angelegenheit im Griff. So die suggerierte Meinung.
Doch die Pranken Hiebe zerstörerischer Drachenkräfte lassen sich, einmal entfesselt, von aussen nicht an die Kette legen. Die Tore der Unterwelt sind geöffnet und die Drachenkräfte werden weiter zuschlagen, bis zur finalen äusseren Enthemmung oder … bis im  Mut vieler Einzelner, die im Umgang mit diesen Kräften von innen her Bewusstseinskräfte straffen,  „Willensumkehr“ manifestieren und Selbstermächtigung bezeugen, sich erneuerte Freiheitskraft zeigt.

Fragment 2/2017

Nur um ein Weniges tiefer geschaut gehören die Raketenversuche Nordkoreas zum grossen Spiel mit vielfältig gezinkten Karten um weltweiten Einfluss und „Macht.“ Doch, wer weiss schon, möglicherweise ist das pubertäre Verhalten Nordkoreas durchaus gewollt, denn Einhalt wird ihm ja seit Jahren bestenfalls halbherzig geboten, vielleicht ist also der provokativ nach aussen zur Schau gestellte Nervenkitzel mit den Raketenversuchen nur willkommenes Ablenkungsspiel im Ringen von ganz anderen Interessen um die Vorhand? Der rote Knopf als ultima Ratio?
Die weltweit unter und in den Menschen aufbrechenden schöpferischen Kräfte in einem Bewusstseinswandel für den die Zeit reif ist, sind selbst durch Eingriffe wirtschaftlicher und politischer Macht unter Zuhilfenahme millionenfacher äusserer, wie gleicherweise innerer Vergitterungen nicht aufzuhalten.
Der Bannspruch der Angst hinter vordergründiger Sicherheitsfürsorge kann in einem Bewusstseinswandel, der quer durch alle Menschen hindurch sich bereits vollzieht, keine echte Halbwertzeit Wirkung mehr auslösen. 
Der Freiheitsgeist war noch zu keiner Zeit aufzuhalten, wo er sich regte und ist dies auch heute nicht.
Der Flügelschlag des Schmetterlings löst Berge versetzende Kräfte. …

07.08.2017

Freitag, 18. August 2017

Hinter den Kulissen - Eine Kurzgeschichte

                                      Kapitel 1


                Die Arme nach vorne über-streckt,
                die Hände in einer Schalengebärde gerundet,
                so liegt sie zitternd auf ihren Knien
                mitten in der Fussgängermeile.

                Eine junge Frau mit Kopftuch,
                in grau-schwarz verstaubtem Kleid -
                armselig auf den ersten Blick,
                glasig hohl die Augen.

                Nur wenige Augenblicke vorher,
                ein Mann, bedrohlich an ihrer Seite,
                der ihren Körper brutal
                in die gekrümmte Streckhaltung zerrt.

                So musst Du liegen,
                zischt ein grimmiges Flüstern über seine Lippen -
                Du wirkst nicht elend genug
                und die Leute geben kein Geld.

                Den kaum gefüllten Pappbecher vor sich
                sinkt die Frau  wie in sich zusammen -
                am Rande des Geschehens
                tuscheln irritiert einige Passanten …
               
                Eine Frau greift zum Handy
                und ruft die Polizei -
                durch den Körper der jungen Frau
                läuft ein leises Zucken.

                Eine kleine Ewigkeit später
                schält sie sich auf offener Strasse
                beinahe unmerklich aus ihrer Bettler Verkleidung
                und steht ruckartig auf.

                Die Kleider lässt sie liegen,
                auch der inzwischen gut gefüllte Pappbecher
                bleibt stehen, ein Tempotaschentuch oben auf,
                mit dem die „Bettlerin“ sich abschminkte, …
               
                bevor sie festen Schrittes
                in kurzer Hose und einfacher Bluse
                im Einkaufsrummel
                den Blicken entschwindet.

                Die Frau mit dem Handy in der Hand
                schreit, "haltet die Betrügerin," -
                vergebens,
                die Polizei kommt.

                Mit hochrotem Kopf schildert sie den Vorfall,
                flucht dazwischen immer wieder,
                "einsperren sollte „man“ dieses Pack,
                zurückweisen in ihre Herkunftsländer."

                Die Polizei macht einige Photos,
                lässt im Übrigen aber alles so
                wie sie es vorgefunden,
                zieht sich observierend in den Hintergrund zurück.

                Nur wenig später, ein Mann mittleren Alters,
                mit auffallend vielen Ringen an den Händen,
                in seinen Fingern spielerisch bewegt
                ein Autoschlüssel mit Mercedes-Stern.

                Er sieht den Pappbecher,
                die Kleider inmitten der Fussgängerströme,
                prüft mit seinen Augen blitzschnell die Lage
                und schlendert wie beiläufig „auf die Mitte“ zu.

                Es geschieht so schnell,
                dass es beinahe niemand bemerkt;
                er bückt sich, nimmt den Pappbecher
                und versenkt das Geld in der Tasche seines Jackets.

                Den leeren Geldbehälter zur Seite kickend
                verschwindet er katzengleich in einer Schaufenster-Arkade,
                doch die Polizei tritt ihm entgegen,
                stellt ihn zur Rede, verhaftet ihn diskret.
               
                Die Fussgängerströme stocken nur kurz;
                niemand scheint der Vorfall zu berühren,
                nur über das Gesicht der Frau mit dem Handy
                huscht ein kurzes hämisches Grinsen …


            
                                     Kapitel 2


                Die junge Frau hört ihn noch, den Schrei -
                „haltet die Betrügerin,“
                bevor sie in dem nahen Kaufhaus verschwindet,
                am ganzen Körper zitternd.

                Was tut sie da, sie war geflohen -
                vor ihrem Klan-Patriarchen,
                der sie und ein dutzend andere Frauen
                so unsäglich gequält und erniedrigt.

                Auf einem gepolstertem Hocker,
                vor der Damen-Garderobe sich entspannend,
                huscht ein Lächeln über ihr Gesicht; wie gut,
                sie kann bei ihrem heimlichen Freund wohnen.

                Es dauert eine Weile, bis sie sich
                in ihre neue Situation hineinfinden kann,
                bis sie aufhört immer wieder um sich zu schauen,
                ob sie vielleicht doch noch verfolgt wird.

                Irgendwann geht sie
                zwischen den vielen schönen Kleidern hin und her,
                verschwindet in der Garderobe,
                um dies und das anzuprobieren und hängt es zurück.

                Ihre Augen strahlen
                derweil sie sich vor dem Spiegel immer wieder dreht,
                ihre Anmut und zarte Schönheit vor Augen -
                nach alldem Schmerz der letzten Jahre; sie ist frei.

                Eine Bluse mit weiten Ärmeln und Rosenmuster
                hat sie besonders in ihr Herz geschlossen;
                mehrfach anprobiert und wieder zurückgehängt,
                stellt sie sich schliesslich mit ihr in die Reihe vor der Kasse.

                Erst als die Kassiererin sie anspricht,
                "junge Frau, neunundvierzig Euro bitte,"
                wacht sie wie aus einem Traum auf,
                errötet und stottert: „Ich habe kein Geld.“

                Noch bevor ein weiteres Wort fällt
                dreht sie sich um, will die Bluse zurückbringen
                und tritt dabei dem jungen Mann hinter ihr,
                der einen fünfzig Euro Schein in Händen hält, auf den Fuss.

                Eine kleine Unendlichkeit schauen sie sich in die Augen,
                bis er flüstert, sie müssen das nicht tun,
                ich schenke Ihnen die Bluse
                und seine fünfzig Euro auf den Kassentisch legt.

                Sie begreift nicht und dann doch -
                Tränen stürzen ihr wie ein ungehemmter Wasserfall
                aus den Augen, bevor sie sich abwendet
                und ohne ein Wort panisch das Kaufhaus verlässt.

                Der junge Mann seinerseits, trägt -
                die gleiche Bluse, die er soeben verschenkt
                zurück, denn sein Geld reicht nicht,
                um dieses Geschenk für seine Frau zu bezahlen.

                Als er erneut an der Kasse vorbeigeht, hört er die Worte:
                "Unter all den Tagen, an denen ich hier meinen Dienst tue
                und dabei soviel Geiz und Gier in die Augen blicke,
                ist dies ein goldener Tag."

                Später, in den Abendstunden
                begrüsst er seine Frau
                mit einem Strauss roter Rosen in Händen
                und erzählt ihr, leicht beschämt, die Geschichte dazu.

                Sie schaut ihm in die Augen,
                geht auf ihn zu, umarmt ihn; Du guter Mann -
                Du hast einer fremden Frau
                das Geschenk ihres Lebens gemacht.

                Das freut mich von ganzem Herzen -
                was habe ich nur für ein Glück
                einen Mann mit einem so grossen Herzen
                an meiner Seite zu wissen.
              
                Während sie versonnen die Rosen in ihrer Hand streichelt,
                sagt sie beinahe flüsternd,
                wir werden beizeiten erfahren,
                welche Tore Dein Herz geöffnet.

          
                © baH, 18.08.2017

                Fortsetzung folgt


Almosen

                Du zögerst im Vorbeigehen
                sprichst Dir innerlich zu -
                ich kann doch nicht allen Menschen,
                die um eine milde Gabe bittend,
                in der Fussgängermeile ihre Hand aufhalten
                eine Münze geben -
                wo führt mich das hin?

                Es bannt Dich unscheinbar
                in Deiner egoistischen Halbwelt
                oder -
                öffnet Dir die Chance
                eingedenk Deiner Menschlichkeit
                aktiv für die Menschenwürde
                eines anderen Menschen einzutreten.

                Denn es zählt nicht die Münze,
                die dieser Bettler
                „vielleicht“
                an den nächsten Spielautomaten verliert;
                viel weiter trägt die Kraftgebärde Deines Herzens,
                mit der Du Deine Münze umhüllst.

                „Sie“ wirkt mit
                zur „rechten Zeit“ Schicksal zu wandeln.

                © baH, 07.07.2017

Montag, 24. Juli 2017

Konfernz-Hype

            An Konferenz-Tischen sitzen sie,
            ihnen zur Seite vielfarbig bunte Fähnchen,
            Sammelpunkte mitunter Jahrhunderte alter
            Selbstgefälligkeiten -                                          
            Waffen in Symbol Verkleidung.

            Mit Poker Gesichtern verhandeln sie,
            ringen sich aufpolierte Zugeständnisse ab,
            die sie diplomatisch verbrämt,
            in Wichtigkeit verpackt der Presse präsentieren -
            Volkes Gehör erheischend.

            Hinter verdecktem Getuschel
            anlässlich majestätsvoll zelebrierter Diner-Partys,
            in mit Blendwerk überhöhten Pausen-Gesprächen 
            geben sie sich verantwortungsbewusst -
            wissen Fortschritte zu vermitteln, wo Abgründe sich auftun.

            Die wohl dosierte Illusion ist das Pfund ihrer Macht!

            Hinter Zuschauerzäunen brodelt es derweil;
            Zorn kocht im Widerstreit mit Freiheitswillen,
            zerstörerischer Geist ringt mit dem Willen
            zu stillem Aufbruch in Neulande hinein -
            Bewusstseinswandel auf dem Waagebalken.

            Das Ich findet sich in seiner Kraft zu innerer Aufrichte.

            © baH, 24.07.2017
            Eine ergänzende Sicht zu dem nachfolgenden
            Gedicht von Barbara Hauser
            https://schwerelos2013.wordpress.com/2017/07/11/
            nach-dem-g20-gipfel-auch-nichttun-ist-tun/#comment-512

            
                               Auch Nichttun ist Tun
           
            Spürst du, wie Thor in dir den Hammer schwingen will?
            Ermuntern wollen wir ihn nicht.
           
            Höre den Aufschrei der verletzten Seelen in dieser Zeit
            und wie er mündet in Gewalt und Lärm – weltweit.

            Zu sehen unser eignes Unvermögen, gespiegelt
            in den Menschenmassen im wogenden Gewühl.

            Wir sitzen alle im gleichen Boot. Wer ist Opfer und wer Täter –
            gehört nicht jedem unser Mitgefühl?

            *

            Spüre wie der Buddha in dir seine Kräfte sammelt,
            schau in sein befriedetes Gesicht.

            Wenn Thor in dir den Hammer schwingen will …
            auch im Nicht-Tun liegt das Tun … ermuntere ihn nicht.

            © bmh, 11.07.2017




Sonntag, 23. Juli 2017

Fragment 1/2017

In einer Zeit des postfaktisch sich zur Schaustellen will die Kunst des Spurenlesens im Weglosen erneuert geübt sein. Vielfältig und betörend umkreisen von allen Ecken und Enden her politische Verlautbarungen, wie fein gesponnene spirituelle Beschwörungen auf nicht selten verdeckt visionäre Absichten hin die staatlich sanktionierten Meinungsforen und die halböffentlichen Zirkel sich selbst umräuchernder Wissensträger.
Doch … kann Wissen und damit Wegsicherheit mir heute noch von aussen … „von aussen“ zukommen? Hat sich die Zeit nicht wie in sich gekehrt und Gewissheiten über den Weg, über „meinen“ Weg sind nicht mehr wohlfeil da oder dort zu pflücken, es sei denn sie wachsen mir entgegen aus vielen nachhaltigen eigenen Selbstbefragungen heraus?
Die Quelle der Kraft sprudelt tief in mir und das Du kann mir zum Wegweiser werden je mehr „ich in seinem Sagen“ bereit bin mich selbst in Frage zu stellen und von diesen Fragen her neu und befreit zu finden.

Freitag, 21. Juli 2017

Leises Gewahren

In die Spur kommen
ist eine innere Haltung
gegründet in Redlichkeit,
die weh tut,
weil sie aufdeckt
die verborgenen Anhaftungen
eigener Ego-Tunnel-Wanderschaften.

Von weit her tönt
der stille Ruf
aus „Emaus!“

© baH, 21.07.2017

Eine Antwort auf:
Zwischen den Worten

Die Spur erfühlen

zwischen den Zeilen

gemeinsam erwandern …
kein Einzelgänger ist der Mensch

er ist ein Sänger unter anderen


© bmh, 18.07.2017
https://schwerelos2013.wordpress.com/2017/07/18/zwischen-den-worten/




Montag, 13. März 2017

Die Leiter

                    Aus dem Hinschauen,           
                    Annehmen,
                    erlebendem Begleiten vieler Menschen -
   
                    Aus der Konfrontation mit mir,
                    wie dem Abstand Nehmen von mir selbst,
                    ist die Leiter gebaut -

                    Ein Weg,
                    unscheinbar durch nüchterne Realitäten,
                    poetisch verkleidet -

                    Übergeben einem jeden,
                    der mutig genug
                    in sich das Fürchten zu überwinden -
           
                    Als Ich steigt hinein in den Grund.

                    © baH, 13.03.2017
   

Mittwoch, 1. März 2017

Die Farben der Nacht

                Lebenswende -
                im Tageserleben den Farben der Nacht begegnen.

                Lebenswende,
                in der sich alles allein gegen mich kehrt.

                Lebenswende,
                in der ich entscheide, wie TagNacht sich aufhellt.

                Lebenswende,
                in der aus der Scham sich Mut gebiert.

                Lebenswende,
                in der ich die Drachenkraft in mir banne
                und befreit mit ihr den Weg der Freiheit gehe.

                © baH, 01.03.2017

Der Alte

                In einer windgeschützten Ecke der Altstadt
                sitzt er beinahe immer, wenn ich die Stadt besuche
                und streckt mir verloren seine zittrige Hand entgegen.

                Ein säuerlicher Geruch umweht ihn,
                der nicht wenige Passanten
                einen weiten Bogen um ihn machen lässt.

                Gehüllt in einen langen Mantel,
                der eine dreissigjährige Geschichte verbirgt,
                vermittelt er das Bild eines Häufchens Elend.

                Eine Flasche Kognak, aus seiner Manteltasche hervorschauend,
                vervollständigt in den Augen vieler, die sich abwenden,
                das Bild einer Alkoholiker Karriere ohne weitere Fragen.

                Angewiderte Blicke
                mit einem erbarmungslosen Nachklang
                kreuzen schrill die Ladenmeile.

                In mir - seit Monaten ein Rätsel,
                das diesen Mann beunruhigend umweht, mich veranlasst
                ihn immer wieder einen Augenblick länger zu beobachten.

                Bis heute -
                da er mir in einem zeitlos geteilten Augenblick
                seine lichtblauen Augen zeigt und ich
                ihn grüssend, um eine Lebensweisheit reicher, weitergehe.

                © baH, 01.03.2017
               

Dienstag, 28. Februar 2017

Ein Blumenstraus

                    Im Wellengang

Im Wellengang inneren Anschauens
steigen sie auf
die Schimären des Vermeinens, fratzenhaft -
die grossen Täuscher
über das tatsächlich Geschehene.

Ihre Kraft ziehen sie
aus den je kleinen, unscheinbaren Augenblicken
der Untreue in mir,
dem inneren Nachgeben einer Sturmböe
die entfesselt abgelagerte Sedimente der eigenen Seele
über innere Ufer hinaus schwappen lässt.

Weil ich im Hinschauen
auf innere Ufer hinauf eilende Schaumkronen -
die Anbindung an meine Tiefe preisgebe.

© baH, 24.02.2017


                    Pampa

Auf Irrwegen in der „Pampa“
aus schreckhaftem Überschattet Sein erwacht
stimmt mich ungefiltertes Ansinnen
auf „ein nichts wie weg“ hier ein -
und ich verliere ein weiteres Mal
den Zugang zu meiner Tiefe aus dem Auge,
nehme den einfacheren Weg.

Anstatt mich zu fragen, warum ich hier gelandet bin
schüttele ich wässerig durchfeuchteten Sand
von meinen Kleidern und mische mich unter die Leut -
ausser acht lassend, welche Lebensblumen hier
auf ein Aufblühen in mir
im „Noch Abseits“ leise warten.

© baH, 24.02.2017
   

                     Spiegelumkehrung

Kilometerlange Ameisenwege, ein Bild auch -
was Mensch alles emsig in sich zurechtrücken kann,
um dunkle Seiten zu verbergen.

Schön geredete Innenwege
in unscheinbar gleissendes Licht getaucht,
das die eigene Grösse beleuchtet
und in die Tiefe reichendes Erinnern blockiert.

Geist-Erinnern …

Genauer betrachtet birgt die Pampa, versteckt im Hochgras
tausende, winzig kleiner Blüten, die -
hin gezaubert unter achtlos darüber schreitende Füsse
gesehen werden wollen,
ehe die Tore in tiefere Geist-Mysterien sich öffnen.

© baH, 24.02.2017


                    Spätes Glück

In achtlos bei Seite geschobenen Lebensereignissen
verbergen sich so manche Diamantensplitter,
die zusammen geführt, ein Licht entzünden.

Das Aufspüren des roten Fadens in über die Zeit hin nahen
oder weiter zurück liegenden Lebensbegegnungen
kann den eigenen Blick -
auf vergangene Ereignisse innerlich neu eingestimmt,
ein Licht für ein spätes Glück miteinander zeugen.

Wenn im Licht eigener Dunkelheit die „Frau ohne Schatten“
ihre Schleier vor sich abstreifen will,
dann läutet dies eine Zeitenwende ein -
die Stunde einer kraftvoll „freien“ Männlichkeit.

© baH, 24./26.02.2017


                     Freie Sicht

In der Stunde innerlich gehaltener Selbstumkehr
öffnen sich Lichträume bis in den Alltag hinein -
das Mysterium kehrt zurück.

Die Frau verlässt die selbst gewählte Verbannung
und trifft den Mann, der sich selbst begegnet ist -
wechselseitiger Selbst-Verrat findet keine Nahrung mehr.

Die Zeit wird umgestellt auf Augenhöhe.

© baH, 26.02.2017








Sonntag, 19. Februar 2017

Wortstundenbann

                            Dunkler Nebel legt sich klebrig über das Land.

                                   Worte verlieren ihren tieferen Gehalt,
                               taumeln unter den Menschen hin und her,
                           beliebige Bedeutungen hinter sich her ziehend -
                  rufen Schadenfreude und irritiertes Kopfschütteln hervor.

                        Die Informationsgesellschaft im Achterbahn Modus,
                           „fake news“ auf weltweit agierenden Kanälen.

               
               In Hinterzimmern reiben finstere Gestalten sich die Hände,
                zögern nicht die Desinformation als Waffe zu gebrauchen,
                      um soziale Systeme tiefgreifend zu destabilisieren
                               und antisoziale Triebe hoch zu pushen.

  Eine neue Machtergreifung zieht herauf den Wortstundenbann auszurufen.

                                                 © baH,19.02.2017

Samstag, 18. Februar 2017

Eintreten in die Zeit

                    In der Bewegung auf den Punkt gekommen
                    bin ich authentisch,
                    stehe ich mit mir verbunden in der Zeit.

                    Der Punkt sagt es mir.

                    Denn im Punkt lebt der augenblicklich mögliche
                    grösste Kraftausdruck in meinem Bewegen,
                    bin ich eins mit mir.

                    Ist das nicht so,
                    sorgt mein Schicksalsumfeld dafür,
                    dass ich die Peilung auf mich hin neu aufnehme.

                    Der Punkt -
                    Erinnerung, Mass und Peilung
                    meines Zielgerichtet-Sein auf mich hin.

                    © baH, 18.02.2017
                    Eine Resonanz auf“Worte“ vom 07.02.2017:
                    https://schwerelos2013.wordpress.com/

Freitag, 17. Februar 2017

Stille Stimmen

                    In den Schatten des Hinschauens
                    auf Dich Du,
                    was sehe, vernehme ich da?
                    Was spiegelt sich in Dir von mir.

                    Wie hinter -
                    sich verschiebenden Nebel-Vorhängen,
                    blitzt auf ein strahlend Licht,
                    höre ich Stimmen,
                    die zu mir sprechen.

                    Ob Du Dich laut oder leise aufbäumst,
                    das Ich in seiner Lichtkraft
                    lässt sich nicht deckeln.

                    Sein Erinnern überdauert Jahrhunderte.

                    © baH, 17.02.2017
                    Eine Antwort auf: „Die Sicht“ von Barbara Hauser
                    https://schwerelos2013.wordpress.com/

Mittwoch, 15. Februar 2017

Vom Grund her

                    Vom Grund her fächert sich aus -
                    ein lichtes Kräftenetz
                    offener Resonanzbögen,
                    schwingt in die Weite
                    das Gleichgesinnte zu finden.

                    Vom Grund her tönt ein Singen -
                    nicht Echo,
                    sondern Klang reiner Lebensfreude,
                    Freude, die findet im Du
                    das Gesicht des eigenen Ich.

                    Vom Grund her ein Flügelschlagen -
                    der Vogel Phönix schwingt sich
                    im Gleichklang seiner Flügel hinaus,
                    der eigenen Befreiung entgegen.

                    © baH, 15.02.2017
                    Eine Resonanz auf „Echo“ von Barbara Hauser
                    https://schwerelos2013.wordpress.com/

Samstag, 4. Februar 2017

Durch - Sicht

                    Der Augenblick ist nicht,
                    es sei denn
                    ich blicke
                    in die Augen meines Gegenüber,
                    bekenne mit meinem Lächeln,
                    dass ich da bin, wo er auch ist,
                    mitten im bunten Vielvölker-Farbengemisch
                    auf der Fussgängermeile -
                    unter den Klängen von Zimbeln und Trommeln
                    vereint in gemeinsamer Freude.

                    Zwei Fremde reichen einander
                    unscheinbar die Hände -
                    bauen am Frieden in friedloser Zeit.

                    © baH, 04.02.2017
                    inspiriert durch das nachfolgende Gedicht
                    von Barbara Hauser
                    https://schwerelos2013.wordpress.com/

                  Münchner Geschichten


                  Mitten auf der Kaufingerstraße sitzen Passanten eng beieinander
                  auf Rundbänken, die sich um zwei alte Bäume schmiegen
                  und nutzen die ersten Sonnenenstrahlen.
                  Um uns herum dieses noch gewohnheitsbedürftige Vielvölkergemisch,
                  das Kopf an Kopf die Straßen von München bevölkert.
                  Eine Gruppe von Hare Krishna Jüngern in orangefarbenen
                  Gewändern zieht trommelnd und singend vorbei.
                  „Bunt ist die Welt …“ äußere ich wieder einmal staunend
                  und lächle einen älteren Mann auf der Bank an.
                  Schööön“, sagt er mit leuchtenden Augen
                  und zeigt deutlich seine Freude an dieser Kulisse.
                  Seine Begeisterung an dem bewegten Leben
                  überträgt sich auf mich und wie von selbst
                  wechsle ich aus dieser grauen Ebene, die die Müdigkeit
                  in mir hervor gerufen hatte und schaue mit seinen Augen
                  auf die orangenen Gewänder, den Gesang und das Trommeln,
                  das graubraun der noch winterlichen Bäume, die vielen Menschen
                  und sehe plötzlich alles vom Gold der Wintersonne überhaucht.
                  Willig trete ich in das Geheimnis des Augenblicks ein.
                  Wie schnell doch die Ebenen wechseln! Wie nah sie beieinander liegen!
                  Die Müdigkeit ist verflogen. Mein Herz fühlt sich weit an und leicht.
                  Was für eine Begegnung! Heilung geschieht mir
                  im Vorübergehen, in Sekunden.
                  ***
                  Leichtfüssig bewege ich mich mit dem Strom der Menschen
                  zur nächsten S-Bahn-Station.
                  Das Lächeln des Mannes begleitet mich bis nach Hause,
                  umhüllt mich mit dem Duft der Freude.
                  © bmh, 02.02.2017

Donnerstag, 2. Februar 2017

Sich weiten ...

                Bisweilen stehe ich an Strassensäumen
                und halte inne im Getriebe des Tages,
                nehme mir eine Auszeit auf einer Parkbank
                oder verweile im Dialog mit der Stille
                hinter einem Fenster meine Wohnung,
                trete auf den Balkon hinaus
                und lausche nach aussen, wie nach innen.   
                       
                Aufmerksam die Ebenen wechselnd,
                die oft nahe beieinander schwingen
                löse ich den Vorstundenbann
                vor dem Geheimnis des Augenblicks,
                trete ein, bewegt in Bewegung,
                offen für das Neue
                in sich weitende Lebenshorizonte.

                Nicht müde meine Bewegungsgestalt zu dehnen,
                bin ich Neuland Wanderer,
                ein Zeitreisender zwischen den Welten,
                Augen und Ohren offen für das Wispern
                im Nebel-Tropfen Geäst
                am Morgen vor Sonnenaufgang, späterhin
                im Geraune der Menschen auf der Fussgängermeile.

                Welt und Menschen zu umarmen ist mein Beruf.

                © baH, 02.02.2017
                inspiriert durch: „die Zeit hält ihren Atem an“
                von Barbara Hauser, 29.12.2011
                https://schwerelos2013.wordpress.com/

Sonntag, 29. Januar 2017

Worte ...

                    Worte sind von ihrem Wesen her
                    Geschöpfe der Unmittelbarkeit -
                    in ihrer ganzen Kraft
                    können sie daher nur durch das Tor
                    des Jetzt in Erscheinung treten.

                    Das Jetzt ist seinerseits
                    als ein Momentum der Unmittelbarkeit
                    nicht bipolar,
                    ist vielmehr Ausdruck
                    unmittelbarer Ich - Gegenwärtigkeit.

                    Wo aber die Nebel durchschritten
                    mit denen das Tor der Wirklichkeit
                    von Selbstbildern verhüllt wird,
                    dort kann „Dein Wille“ durch das Ich geschehen.

                    © baH, 29.01.2017